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Terminbuchung 8 Min. Lesezeit

Doctolib & Co.: Online-Terminbuchung in die Praxiswebsite integrieren

Die Warteschleife ist der schlechteste Empfang, den eine Praxis bieten kann. Online-Terminbuchung löst das Problem für beide Seiten: Patienten buchen rund um die Uhr, Ihr Team telefoniert weniger. Dieser Leitfaden zeigt, welche Systeme es gibt und wie die Buchung auf Ihre Website kommt.

Warum sich Online-Terminbuchung für fast jede Praxis lohnt

Ein großer Teil der Online-Buchungen erfolgt außerhalb der Sprechzeiten — Termine, die sonst am nächsten Tag das Telefon blockiert hätten oder gar nicht zustande gekommen wären. Dazu kommen automatische Terminerinnerungen, die Ausfälle spürbar reduzieren, und ein professionellerer erster Eindruck bei Neupatienten.

Die wichtigsten Anbieter im Überblick

Doctolib

Der Marktführer in Deutschland. Stärken: enorme Patienten-Reichweite über die eigene Plattform und App, ausgereifte Erinnerungsfunktionen, Videosprechstunde, Anbindung an viele Praxisverwaltungssysteme. Zu bedenken: monatliche Kosten im dreistelligen Bereich und eine gewisse Plattform-Bindung.

Dr. Flex

Schlanke Terminbuchung, die primär auf Ihrer eigenen Website lebt statt auf einer Plattform. Oft günstiger; gut für Praxen, die Patienten auf der eigenen Website halten wollen.

jameda Termine

Kombiniert Terminbuchung mit Deutschlands größtem Arztbewertungsportal — interessant, wenn Sie dort ohnehin präsent sind.

PVS-eigene Lösungen

Viele Praxisverwaltungssysteme (z. B. medatixx, CGM) bieten eigene Online-Termin-Module. Vorteil: keine doppelte Kalenderpflege. Prüfen Sie zuerst, was Ihr PVS kann.

So kommt die Terminbuchung auf Ihre Website

Technisch gibt es drei Wege:

  1. Button/Link: Ein „Termin buchen"-Button führt zur Buchungsseite des Anbieters. Am einfachsten, aber Patienten verlassen Ihre Website.
  2. Widget/iFrame: Der Buchungskalender erscheint direkt auf Ihrer Website. Komfortabel — aber DSGVO-seitig sauber einzubinden (Stichwort: Einwilligung vor dem Laden externer Inhalte).
  3. Tiefe Integration: Buchungs-Buttons kontextbezogen auf jeder Leistungsseite („Hautkrebsvorsorge — jetzt Termin buchen"). Die wirksamste Variante, weil sie den Patienten im Moment der Entscheidung abholt.

Wichtig in allen Fällen: Der Termin-Button gehört gut sichtbar in den Website-Kopf, auf die Startseite und in Ihr Google-Unternehmensprofil.

DSGVO — kurz und praktisch

Bei Widget-Einbindung fließen Patientendaten an den Anbieter. Sie brauchen: einen Auftragsverarbeitungsvertrag (bieten die großen Anbieter standardmäßig), einen Hinweis in der Datenschutzerklärung und je nach Einbindung eine Consent-Lösung. Klingt komplizierter, als es ist — muss aber sauber umgesetzt werden.

Häufige Fragen

  • Verliere ich die Hoheit über meinen Kalender? Nein. Sie bestimmen, welche Terminarten und Zeitfenster online buchbar sind.
  • Was, wenn ältere Patienten nicht online buchen? Das Telefon bleibt ja — Online-Buchung ist ein zusätzlicher Kanal, der das Telefon für genau diese Patienten frei macht.
  • Welches System ist das beste? Das hängt von Fachrichtung, PVS und Budget ab. Wir beraten anbieterunabhängig.

Fazit

Online-Terminbuchung ist eine der wenigen Digitalisierungsmaßnahmen, die sich sofort im Praxisalltag bemerkbar macht. Wichtig ist die saubere Integration in Website und Abläufe — dann rechnet sie sich vom ersten Monat an.

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